Dienstag, 16. Juli 2013

Stricken entspannt nun ist es bewiesen

Heute wurde bei Facebook ein Beitrag gepostet der genau meine Erfahrungen mit den Handarbeiten widerspiegelt.

Auf der Seite des NDR gibt es dazu einiges zu lesen. Und genau das kann ich nur unterschreiben.

Ich habe wieder 2009 mit dem Stricken begonnen. Damals merkte ich, dass nach einer OP nicht alles so verlief wie ich es mir erhofft hatte. Ich konnte nicht mehr so mal schnell hopp hopp ins Arbeitsleben zurück. Mir fiel so langsam die berühmte Decke auf den Kopf.

Mein Bewegungskreis war eingeschränkt, Schmerzen gehörten auf einmal zu meinem Alltag und ich spürte, dass ich mich nach und nach in ein Tal der "schwarzen Vögel" verzog.

Gerettet hat mich die Idee einfach Socken zu stricken.Ich fing mit Spiralsocken an und freute mich, dass ich damit Menschen Freude machen konnte. Also traute ich mich irgendwann auch wieder an Socken mit Ferse. Schließlich hatte ich das vor vielen Monden mal von meiner Oma gelernt. Und es klappte!! Mann war ich stolz auf mich. Und wie ihr euch denken könnt half mir das aus dem Tal der "schwarzen Vögel" wieder heraus.

Meine Socken wurden immer anspruchsvoller und mich verzauberte die Fülle des Angebotes der kostenlosen Anleitungen im Internet. Damit hatte ich meine neue Herausforderung gefunden. Mir ging es wieder besser.

Bald folgten Kindersachen für die Enkel, Tücher und inzwischen auch wieder Sachen für mich selbst. Anspruchsvoll müssen meine Projekte sein, dass brauche ich einfach für mein Selbstwertgefühl.

Mir hilft das Stricken zur Ablenkung von meinen Schmerzen. Ich kann dabei abtauchen und nachdenken oder ich höre Hörbücher. Für mich ist das Stricken keine Arbeit oder Anstrengung für mich ist Stricken Entspannung. Maschen und Muster verarbeiten ist eine Art Meditation, wenn man sich ohne Ablenkung nur auf das zählen konzentriert. Es erfordert Achtsamkeit. Dabei zwinge ich mich immer wieder nur zu zählen. Ungute Gedanken werden einfach nicht zugelassen und nach einer Zeit werde ich innerlich wieder ruhiger.

Und inzwischen habe ich durch das Medium Internet so viele Gleichgesinnte gefunden mit denen ich mich zusätzlich austauschen und gemeinsam gleichzeitig Projekte stricken kann. Damit hat mein Leben eine große Bereicherung gefunden.

Und hier im Blog zeige ich gern was ich so in Produktion habe. Vielleicht sollte ich eine Plattform unter dem Motto "Stricken gegen den Schmerz" eröffnen. Menschen Mut machen sich ein Hobby zu suchen, dass sie ablenkt.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim weiteren Lesen meines Blogs und freue mich über euer Feedback. Kennt ihr Menschen, die auch mit chronischen Schmerzen geplagt sind? Wollt ihr denen vielleicht gern einen Tipp geben? Dann empfehlt doch einfach mal meinen Blog weiter. Ich freue mich über alle neuen Leser und weiteren regen Austausch.

Bis bald mal wieder

Ina




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