Montag, 28. April 2014

Gehe zurück auf "LOS"

Ich habe lange überlegt ob ich diesen Beitrag schreibe.

Wer gibt schon gerne seine Schwächen zu.
Irgendwo habe ich gelesen:

 Wir sind erst stark, wenn wir uns zu unseren Schwächen bekennen.

Meine Schwäche:  Meine wunderschöne silbergraue Strickjacke.

Ich habe eine Maschenprobe gestrickt ... mich an die Anleitung gehalten und war sehr stolz auf mich.

Bei der vorletzten Anprobe kam es mir schon komisch vor ... irgendwie zu eng.
Doch es gibt ja das Selbsterhaltungssystem in meinem Kopf:  "Nun ja ist noch nicht gewaschen, die Ränder sind ja auch eingerollt ... ach das ist nicht so... ein bissl da gezogen und gezuppelt ... das wird schon." - Selbsttäuschung -

Dann habe ich die Taschen eingestrickt und damit die Jacke noch etwas verlängert. Den wundervollen Estonia-Cord gestrickt, damit auch die Abschlusskante toll aussieht.

Die Jacke vorsichtig in Form gedämpft ... Anprobe ... Schock und das große Heulen.

Da halfen nun auch die tollen Knöpfe nix, die ich nach langem Suchen endlich gefunden habe.

Nichts sitzt mehr wie es sitzen soll. Sie ist zu lang - damit rutscht der Rückenriegel auf den Po. Dieser braucht aber nicht noch eine zusätzliche Betonung ... nö ... nicht wirklich. Viel  zu schmal alles auf einmal. Das allerdings nur beim Tragen oder schaut mir da schon wieder die Selbsttäuschung über die Schulter?

Die Wolle ist zu "schwer" und zieht alles nach unten ... so würde ich es kurz beschreiben.

Das liegt allerdings nicht an der Wolle. Mit 50% Wolle und 50% Viskose hat die wunderbare "Andromeda" von Drachenwolle eine super Qualität. Ich glaube es liegt an meiner Stricktechnik. Ich stricke zu locker und war zu optimistisch, dass es schon irgendwie klappt. Die Maschenprobe hat es leider nicht verraten- was daran war falsch?

Und nun ???

Bevor ich diese Jacke ribbel geht sie mit auf die Reise. In Helmstedt gibt es bald das Swing-Treffen - davon erzähle ich noch.

Zusätzlich werde ich da am Kurs "Auf die Figur gestrickt" mit Heidrun teilnehmen. Mir meine Maße für die Jacke noch mal richtig berechnen und die "richtige" Maschenprobe finden. Und dann heißt es:

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